Eine neue Leseprobe aus Tessa Band 2

 

Ich sah, wie ein Mann ein dickes Seil u Victors Hals legte. Schnell rannte ich nach vorne und schrie laut:

Nein!“ Ein lautes Quieken huschte über die Lippen meiner Mutter. Erschrocken hielt sie sich eine Hand vor den Mund.

Er ist unschuldig“, fuhr ich unter Tränen fort, „ich lebe Vater!“

Das kann nicht sein! Ergreift diese Lügnerin!“ Unser sah er seine Wachen an. Er erkannte mich nicht. Der Schmerz und der Zorn hatten seine Augen und auch sein Herz getrübt. Die Menschen auf dem Burghof verstummten.

Aber sie ist eure Tochter!“ Soraya hatte es geschafft, zu mir zu gelangen.

Hört auf! Was fällt euch ein, solch ein Spiel mit dem König zu spielen?“

 

Jaroslaw! Sei still und sieh sie dir an! Diese Augen! Es kann niemand anderes als unsere Tochter sein. Sag mir, wie seid ihr ins Schliss hinein gelangt?“ Meine Mutter, die ebenfalls bittere Tränen weinte, saß am Rande des Podestes, auf welchem sich alles abspielte. 

Auszug aus meinem aktuellen Werk

 

....Als ich am Tag darauf erwachte, sah ich, dass es angefangen hatte zu schneien. Fast schon hatte ich Lust, mit Soraya einen Schneemann zu bauen. Fast schon belustigt, lief ich, nach Soraya rufend, die Treppe herab. Doch eine Antwort blieb mir verwehrt und ich fragte mich, wo sie wohl steckte.

Hey! Jetzt komm schon raus. Ich habe nicht vor, dich zu nerven. Hast du gesehen, dass es zu schneien angefangen hat? Soraya?“ Ich lief durch alle Räume, aber sie war nicht da. Ein ungutes Gefühl kam in mir auf. Plötzlich wurde es düster und ein lautes Krachen schallte von draußen herein.

Soraya, wo bist du nur?“ Besorgt flüsterte ich und stand auf der Treppe.

Mit einem Mal wurde die Eingangstür aufgeschlagen und Soraya stürmte aufgeregt hinein.

Tessa! Ein Glück, dir geht es gut! Du hattest Recht! Wir müssen von hier verschwinden. Entschuldige, dass ich dich in Gefahr gebracht habe.“

Ich verstehe kein Wort Soraya. Jetzt setze dich erst einmal und beruhige dich!“

Dafür haben wir keine Zeit. Alazar, er hat vermutlich an neuer Kraft gewonnen und ist auf dem Vormarsch! Sein Gebiet wird immer größer und wenn wir nicht bald von hier verschwinden, dann frisst uns die Dunkelheit auf“ Mit einem Blick durch die offene Tür sah ich, was Soraya meinte.

 

 

 

 

 

Aus einem Kapitel ziemlich am Ende meines Buches. Viel Spaß beim Lesen!

 

...Plötzlich wurde unser Gespräch unterbrochen, es raschelte hinter uns. Irgend etwas schien durch die Büsche zu kriechen.

Schnell, kommt zu mir“, rief ich Soraya und Victor zu. Dicht standen wir beisammen und ich warf das Tuch über unsere Köpfe. Jetzt waren wir für wen auch immer unsichtbar.

Still standen wir da, damit niemand unseren Atem hören konnte. Niemand war zu sehen, ob dies an der abendlichen Dämmerung lag? Aber plötzlich, wie aus dem Nichts tauchten grüne und rote Funken auf und wir vernahmen zwei zarte Stimmen.

Seltsam! Ich hätte schwören können, dass da jemand war.“

Ich auch“, sagte die zweite Stimme und ich traute meinen Augen kaum, als vor uns zwei Elfen in der Luft schwirrten.

Ich könnte schwören, dass sie hier war, aber wahrscheinlich hatte ich mich getäuscht!“

Nein, dann hätten wir uns beide getäuscht. Komm, sicher ist sie irgendwo hier!“

Aber Floriel, hier ist niemand!“

 

Doch Nalani, ich spüre, dass irgendwer die Erde mit den Füßen berührt.“ Sanft setzte sie sich auf den Boden, legte ihre zarten Hände auf die Erde und schloss ihre Augen. 

Auszug eines Kapitels meines aktuellem Werkes, dessen Namen ich noch nicht preis gebe.

...............„Aua!“, rief sie und steckte kurz danach ihren Finger in den Mund, um den Schmerz mit etwas Spucke zu lindern. Dann endlich sprang das Schloss auf.

Na wer sagt es denn!“ Soraya rückte etwas näher zu mir, damit wir beide in dem Tagebuch lesen konnten.

9. Januar 1975

Es ist jetzt schon 8.37 Uhr und ich laufe aufgeregt i Zimmer auf und ab. Heute muss es einfach klappen, bestimmt wird mich heute jemand adoptieren.

In der großen Empfangshalle wurde alles vorbereitet. Wie jedes Jahr zum Tag der Adoption hatten wir Kinder mit den Erzieherinnen verschiedene Kuchen gebacken, welche wir dann am Basar verkaufen würden. Die Einnahmen kamen unserem Heim zu Gute.

Nach dem Empfang war es bisher üblich, dass wir uns alle in einer Reihe aufstellen mussten, sodass die Adoptiveltern sich ein genaues Bild von uns Kindern machen konnten.“

 

 


Ein weiterer Auszug aus meinem aktuellen Werk


Gerade wollte ich Soraya fragen, was sie denn vor hatte, da packte sie meine Hand und

rannte mit mir über den langen Gang.

Dabei verlor sie kein einziges Wort.

Erst an der großen Tür zum Treppenhaus hielt sie inne.

Soraya!“, presste ich außer Atem hervor, „was hast du vor?“

Gleich Tessa! Aber jetzt komm erst einmal!“

Und wieder rannten wir, diesmal allerdings Treppauf. Wohin wollte sie nur? Ich verstand rein gar nichts.

Auf einmal hielt sie vor einer großen, ziemlich marschen und sehr alt aussehenden Holztür inne, auf welcher in großen Druckbuchstaben geschrieben stand: 

Betreten verboten!“

Soraya blickte sich um, ob uns auch niemand gefolgt war, dann öffnete sie die schwere Holztür, welche eine weitere Treppe offenbarte.

Halt! Soraya, wir sollten hier nicht sein! Komm, lass uns lieber gehen!“

Glaubst du wirklich es wird jemand um diese Uhrzeit hier herum laufen und uns suchen? Glaub mir, hier oben war schon ewig keiner mehr! Und nun komm, bevor uns hier irgendwer herum stehen sieht!“

Ich zögerte noch einen Moment, folgte ihr dann aber doch.

 

 

Schnell merkte ich, dass Soraya Recht hatte, als sie sagte, hier oben sei schon ewig keine Menschenseele mehr gewesen. Die Treppe und auch das Geländer waren voller Staub. Als wir die letzte Stufe erreichten, mussten wir die Köpfe einziehen, um nicht als Staubwedel für unzählige Spinnennetze zu enden. Und dann konnte ich meinen Augen nicht trauen! So viel Gerümpel auf einem Haufen hatte ich nie zuvor gesehen! Schränke, Stühle, Tische, alles aussortierte Möbelstücke. Säcke, Kisten, was wohl darin alles verborgen sein mag?